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FCI-STANDARD
GESCHICHTE


Rassewahl

Alle Schäferhunde hatten ursprünglich dieselbe Aufgabe und zeigen deshalb noch heute ähnliche Merkmale. Dennoch kann man nicht alle Rassen in einen Topf werfen. Groenendael und Tervueren reagieren beispielsweise sehr negativ auf eine zu früh einsetzende und stereotype, kasernenhofmäßige Ausbildung; da sie oft erst mit eineinhalb bis zwei Jahren die nötige innere Stabilität, Reife und Selbstsicherheit erreichen, die für die Fortbildung etwa zum Rettungs- oder Schutzhund notwendig sind, muss man sich als Halter diesbezüglich in Geduld üben und Gehorsam und Disziplin zunächst nur über spielerische bzw. lustbetonte Methoden vorbereiten. Wichtig auch: Der Belgier kann unter Umständen sehr lange in einer, etwa im dritten bis vierten Monat beginnenden sensiblen Phase verweilen, in der er unsicher oder deutlich furchtsam auf laute Geräusche, rasche Bewegung von Objekten (im Wind wehende Plastiktüten etc.) reagiert, während er ansonsten ausgesprochen ,,hart", belastbar und ,,wesensfest" erscheint. Dem Rasseinteressenten muss jedenfalls klar werden, dass der Belgier nicht irgendein Schäferhund ist, sondern eine Rasse, deren Vertreter vom Welpen zum voll ausgereiften Erwachsenen zu geleiten, sehr viel Feingefühl,  "Hundeverstand" und die Bereitschaft fordert, rassetypische und individuelle Besonderheiten genau zu erkennen und zu fördern. Sie lassen sich nicht über den Pauschalkamm ,,Schäferhund" scheren.

Welpenwahl
Zu den Rassemerkmalen des Belgiers gehört die angeborene Fähigkeit, Haus und Hof zu bewachen und seinen Meister und dessen Familie hartnäckig und mutig zu verteidigen. Bei der Wahl eines Welpen wird man also schon mal ein sorgsames Auge darauf werfen, dass Mutter und Kinder nicht durch übertriebene Aggressivität  einerseits  oder Scheu und Angst andererseits auffallen. Sodann wird man sich fragen, welche Eigenschaften des künftigen Vierbeiners das harmonische  Zusammenleben  stören oder fördern könnten. Will man etwa einen kleinen Groenendael oder Tervueren als reinen Begleithund halten? Gehören zur Familie auch kleine Kinder? Fehlt einem jegliche praktische Erfahrung in punkto Hundehaltung?

Dass nicht nur der Welpe mit Bedacht auserkoren werden muss, sondern auch der Züchter und die Zuchttiere, versteht sich. Für einen Belgierwelpen ist es absolutes Muss, dass er in den ersten Lebenswochen bereits viele positive Kontakte mit verschiedenen Menschen knüpfen kann, also gut ,,geprägt" ist, dass er schon beim Züchter behutsam mit der Reizkulisse der menschlichen Umwelt vertraut gemacht wird, dass er in einem seine Sinne entsprechenden Außenauslauf möglichst oft spielen, erkunden, erfahren kann, ganz zwanglos und in seinem eigenen Lerntempo.

Sinnvolle Aktivitäten
Schon der Belgierwelpe hat eine vorzügliche Nase und liebt es, sie ,,nutzbringend" einzusetzen. All die Übungen, die unter den Oberbegriff Fährtenarbeit fallen, kann man schon mit dem kleinen Kerl beginnen. Mäßig aber regelmäßig betrieben, stärken sie die Bindung zwischen Hund und Herr, der Knirps lernt auf lustbetonte Weise schon ein bisschen Gehorsam und Disziplin und nebenbei ist er sinnvoll beschäftigt. Auch an die Aufgaben aus Breitensport und Agility, die er Alter, Konzentrationsfähigkeit und Geschicklichkeit entsprechend schon meistern kann, darf bereits der Junghund herangeführt werden. Prüfungskonforme Leistungen im Rahmen der Rettungshunde- oder Begleithundeausbildung   kann man zwar erst vom ausgereiften Belgier fordern, doch zwanglos mit viel Lob und Belohnung vorbereiten kann man diese späteren Übungen durchaus schon mit dem Junghund. Dass die Erziehung zum Grundgehorsam zu den sinnvollen Aktivitäten gehört, ist wohl selbstverständlich, denn wie jeder andere Hund, muss auch der Belgier seine Unterordnungsübungen beherrschen lernen. Nur hüte man sich davor, ihn hier falsch anzufassen. Statt etwa die Lektion ,,Sitz!" in der immergleichen, stupiden  Form  zu  wiederholen, lockert man sie lieber auf: Geübt wird zwischen den Spielen, die wechseln, in verschiedenen Zusammenhängen, an wechselnden Orten, nie so lange, dass der Welpe sich einfach nicht mehr konzentrieren kann und nie x-mal das gleiche  Kommando.  Toben, ,,Sitz!", Ball werfen, ,,Hier!", Lob und Ball abnehmen, ,,Platz!", Ball wegrollen usw., so geht's auch, und dem Welpen macht's viel mehr Spaß, als zehn Minuten hinsetzen, aufstehen, hinsetzen...

Bei einem bewegungsfreudigen Hund wie diesem bieten sich Renn- und Suchspiele als Lohn für den Gehorsam geradezu an. Ebenso das gemeinsame Raufen um den Lappen, das Bringen von Ball und Stöckchen. Obwohl der Junghund natürlich ,,Gehorsam unter Ablenkung" lernen muss, sollte man diesen Teil beim Belgier nicht überstürzen. Lieber einmal zu oft in ruhiger, ungestörter Umgebung üben, als durch zu frühzeitige Gehorsamsforderungen in ablenkenden Situationen das Selbstvertrauen des Schülers derb anzukratzen. Ein Belgier, der mit fünf, sechs Monaten noch nicht gelassen bei Fuß durch die beliebte Einkaufsstraße geht, ist keine Charakterniete, sondern braucht einfach länger als Vertreter anderer Rassen, mit Stressmomenten fertig zu werden. Klar, dass hiermit nicht gesagt sein soll, dass jeder Groenendael oder Tervueren so sensibel und langsam reifend ist, doch der Typ kommt oft genug vor, und als Halter muss man sich darauf einstellen, statt den Junghund mit Hau­ruck-Methode zu verderben.

Keine Schutzhundausbildung?
Der Belgier kann ganz gewiss zum Schutzhund ausgebildet werden, sofern er von der Wesensveranlagung geeignet ist. Fragen sollte man sich als Halter indes, ob das unbedingt erforderlich ist. Jeder Belgier mit echter, positiver Bindung an seine Menschenmeute wird diese im Ernstfalle instinktsicher verteidigen, sprich: auf das Aggressionsverhalten eines ,,Täters" sinnvoll reagieren. Dass es dem Belgier einen Mordsspaß bereitet, an einem Lappen zu zerren, danach zu springen und beim spielerischen Kampf um die Beute so richtig in Fahrt zu geraten, daran kann kein Zweifel bestehen. Nur: Dieses Bedürfnis des Hundes kann Herrchen prächtig allein befriedigen, indem nämlich er den Figuranten mimt, und für seinen Vierbeiner bleibt auf diese Weise sonnenklar, dass der Lappen die Beute ist und das Ganze ein herrliches Spiel. Wer seinen Hund dennoch zum Schutzhund  ausbilden möchte, sollte dies ausschließlich mit Hilfe eines rasseerfahrenen Übungsleiters und Helfers tun.

WESEN
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HALTUNG / PFLEGE
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